Sitzt du noch oder stehst du schon?

von Denise Zabel

Hand aufs Herz: Wer hat sich nach einem langen und anstrengenden Tag im Büro schon einmal schmerzerfüllt an den Nacken oder den Rücken gefasst? Viele unter uns? Mit Sicherheit, auch wir können uns in dieser Angelegenheit nicht immer entspannt zurücklehnen.

Wir können viel für die Entspannung des Rückens am Arbeitsplatz tun, aber nicht nur Arbeitnehmer stehen hier in der Verantwortung. Ein Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen und zu fördern. Ergonomie ist hierbei ein sehr wichtiger Punkt. Die Belastungen bei der Arbeit sollen gemindert und die Leistungsmöglichkeiten des Mitarbeiters verbessert und damit natürlich auch gesteigert werden.

Informationen hierzu finden sich im Fachhandel und Internet viele. Ausführliche Ratgeber zum Thema Ergonomie am Arbeitsplatz, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Muskelentspannung bequem vom Bürostuhl aus und detaillierte Fakten zu ergonomisch geeigneten Arbeitsgeräten. Bei unserer Recherche stoßen wir mitunter auf zahlreiche Fitness-Programme für das Büro, die u.a. kostenlos zum Download bereitstehen und den Anwender in regelmäßigen Abständen an Bewegungspausen erinnert. Einzelne Programme bieten zusätzlich eine abwechslungsreiche Auswahl an physiotherapeutischen Bewegungsübungen. Alles Weitere legen die Mindestvorschriften für die Gestaltung von (Bildschirm-) Arbeitsplätzen fest.

Die ergonomische Gestaltung eines Arbeitsplatzes im Bürobereich beinhaltet unter anderem die Anpassung der Stühle, Tische, Tastaturen, Bildschirme und vieles, vieles mehr. Vielleicht profitieren Sie aber auch bereits von einem „Steh-Sitz-Tischmodell“ und gehen zwei Mal pro Tag mit Ihren Kollegen Ihr persönliches Büro-Fitnessprogramm durch?

Wir fragen uns, mit welchen zusätzlichen Mitteln wir uns den Arbeitsalltag vereinfachen können und denken umgehend an eines der wichtigsten Arbeitsgeräte – das Telefon:

Das Telefon im Schwitzkasten

Wie oft klemmen Sie sich den Telefonhörer zwischen Kopf und Schulter um Ihrem Kollegen parallel zum Telefonat wichtige Unterlagen herauszusuchen?

Viele Telefonhörer weisen ein recht hohes Eigengewicht auf. Ein kleinerer Telefonhörer? Richtig! Natürlich sind Sie dieser Anstrengung gewachsen, doch wie oft telefonieren Sie an einem Tag oder gar in einem Monat? Oder befindet sich zufällig ein Headset in Ihrer Schublade? Vorteile zur täglichen Nutzung eines Headsets sind schnell aufgezählt: Sie können sich während des Telefongesprächs frei bewegen, Ihrem Kollegen entspannt die gewünschten Unterlagen heraussuchen und auch ein kurzer Gang zum Faxgerät im Nachbarbüro wird mit einem Headset möglich. Ihr Nacken wird Ihnen einen Selbstversuch mit Sicherheit nicht übelnehmen. Es vermag Sie am ersten Tag vielleicht nicht überzeugen, dennoch treffen wir im Alltag immer wieder auf Anwender, die auf diesen „kleinen“ Luxus nicht mehr verzichten möchten. „Die Strippe ist aber viel zu kurz!“, hörten wir eine Anwenderin noch im letzten Jahr sagen. Sie arbeitet heute mit einem Bluetooth-Headset und wir fürchten, Sie ist über die neusten Modelle bestens informiert.

Was sind Ihre Mittel der Wahl, um den Arbeitsalltag zu vereinfachen?

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